Starkregenereignisse
Starkregenereignisse sind Niederschlagsereignisse, bei denen in kurzer Zeit große Regenmengen fallen. Nach der Definition des Deutschen Wetterdienstes (DWD) liegt ein Starkregen vor, wenn in einer Stunde mehr als 15 Liter pro Quadratmeter (l/m²) oder in sechs Stunden mehr als 20 l/m² Niederschlag gemessen werden. In Österreich verwendet die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) vergleichbare Schwellenwerte. Ab einer Regenmenge von 25 l/m² in einer Stunde oder 35 l/m² in sechs Stunden wird von heftigem Starkregen gesprochen, ab 40 l/m² bzw. 60 l/m² von extremem Starkregen (Unwetter).
Im Kontext der Landwirtschaft verursachen Starkregenereignisse Bodenerosion, Nährstoffauswaschung, Verschlämmung der Bodenoberfläche sowie Überflutungen von Acker- und Grünlandflächen. Sie können Ernteausfälle, Futterverluste und Schäden an Drainagen, Wegen und Gebäuden nach sich ziehen. Rechtlich relevant sind sie unter anderem im Rahmen der Düngeverordnung (DüngeV) in Deutschland sowie der österreichischen Aktionsprogramme Nitrat und ÖPUL-Maßnahmen, die eine Ausbringung von Düngemitteln auf wassergesättigten oder überschwemmten Böden untersagen. Starkregenereignisse werden in beiden Ländern statistisch erfasst und in Gefahren- und Risikokarten (Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie) berücksichtigt.
