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Hydrologe

Ein Hydrologe ist ein Fachwissenschaftler, der sich mit dem Vorkommen, der Verteilung, der Bewegung und den Eigenschaften von Wasser in der Atmosphäre, an der Erdoberfläche und im Untergrund befasst. Das Arbeitsgebiet umfasst die Erfassung und Modellierung des Wasserkreislaufs, einschließlich Niederschlag, Verdunstung, Abflussbildung, Grundwasserneubildung und Speichervorgängen in Böden und Aquiferen. In der Landwirtschaft kommt Hydrologen eine zentrale Rolle bei der Bewertung der Wasserverfügbarkeit für Pflanzenbestände, der Planung von Bewässerungssystemen, der Dränung sowie der Abschätzung von Erosions- und Hochwasserrisiken zu.

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Die Tätigkeit stützt sich auf Messnetze, Fernerkundung, geografische Informationssysteme und numerische Simulationsmodelle. Rechtliche Grundlagen der Arbeit bilden in Deutschland das Wasserhaushaltsgesetz und die Landeswassergesetze, in Österreich das Wasserrechtsgesetz. Hydrologen wirken zudem an der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie sowie an Maßnahmenprogrammen zum Grundwasser- und Gewässerschutz mit. Die Berufsbezeichnung ist nicht gesetzlich geschützt; einschlägige Qualifikationen werden über Studiengänge der Hydrologie, Meteorologie, Geowissenschaften oder verwandter Disziplinen erworben.

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