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Niederschlagsdaten

Niederschlagsdaten bezeichnen in der Agrarwissenschaft und Agrarmeteorologie die systematisch erfassten Messwerte des atmosphärischen Niederschlags, differenziert nach Menge, Intensität, zeitlicher Verteilung und Aggregatzustand. Erfasst werden sie durch stationäre Messnetze, Niederschlagsradare, Satellitensysteme sowie zunehmend durch bodennahe Sensoren und digitale Feldwetterstationen. Die Maßeinheit der Niederschlagsmenge ist der Millimeter (mm) bzw. Liter pro Quadratmeter (l/m²), wobei ein Millimeter einer Wassersäule von einem Liter pro Quadratmeter entspricht. Unterschieden werden flüssige (Regen), feste (Schnee, Graupel, Hagel) und Mischformen. Für pflanzenbauliche Entscheidungen sind neben der Gesamtmenge insbesondere die Verteilung innerhalb der Vegetationsperiode, die Niederschlagsintensität sowie die Interzeption und Evapotranspiration von Bedeutung.

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Rechtlich und fachlich relevant sind Niederschlagsdaten unter anderem für die Dokumentation im Rahmen der Düngeverordnung (DVO) in Deutschland sowie für Aufzeichnungspflichten nach der österreichischen Düngemittelverordnung und ÖPUL-Maßnahmen. Sie dienen der Berechnung von Wasserbilanzen, der Erosionsprognose, der Bewässerungssteuerung und der Validierung von Klimamodellen. Die Datenqualität hängt von Messnetzdichte, Standortexposition, Gerätegenauigkeit und Datenaufbereitung ab. Langjährige Reihen ermöglichen die Ermittlung von Normalwerten und die Bewertung von Trocken- oder Feuchtperioden.

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