Gartenbaubetriebe
Gartenbaubetriebe sind landwirtschaftliche Unternehmen, deren Produktionsschwerpunkt in der gärtnerischen Erzeugung liegt. Nach der Systematik der Landwirtschaftlichen Gesamtrechnung sowie der Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ 2008, Abteilung 01) umfasst dies den Anbau von Zierpflanzen, Stauden, Gehölzen und Blumen (Zierpflanzenbau), die Produktion von Gemüse, Kräutern und Obst im Freiland sowie unter Glas oder Folie (Gemüse- und Obstbau), die Baumschulwirtschaft sowie die gärtnerische Dienstleistung, insbesondere den Garten- und Landschaftsbau. Abzugrenzen sind reine Forstbetriebe sowie Betriebe des Weinbaus, die statistisch eigenständig erfasst werden.
Rechtlich unterliegen Gartenbaubetriebe in Deutschland und Österreich den allgemeinen agrarrechtlichen Regelungen, darunter dem jeweiligen Dünge- und Pflanzenschutzrecht, der GAP-Förderarchitektur 2023–2027 mit ihren Ökoregelungen sowie in Österreich dem ÖPUL-Programm. Kennzeichnend sind ein hoher Anteil geschützter Kulturen, intensive Bewässerungs- und Nährstoffführung, ein vergleichsweise hoher Kapitaleinsatz je Fläche und eine enge Verflechtung mit vor- und nachgelagerten Märkten. Die Betriebsgrößen reichen von klein strukturierten Familienbetrieben bis zu spezialisierten Großbetrieben mit mehreren Hektar Gewächshausfläche.

