Glashaustechnik
Glashaustechnik bezeichnet im Agrarbau die Gesamtheit der baulichen, lüftungs-, heizungs-, bewässerungs- und regelungstechnischen Einrichtungen, die in Gewächshäusern und Folientunneln zur Steuerung des Pflanzenwachstums eingesetzt werden. Die Konstruktion besteht typischerweise aus einem Stahl- oder Aluminiumgerüst mit Einscheibensicherheitsglas, das hohe Lichttransmission und Wärmedämmung gewährleistet. Zur Glashaustechnik zählen Dach- und Seitenlüftungssysteme, Schattier- und Energieschirme, CO₂-Düngung, Tropfbewässerung, Nährstoffkreisläufe sowie computergestützte Klimaregler, die Temperatur, Luftfeuchte und Strahlung erfassen. In Österreich und Deutschland unterliegen diese Anlagen dem Bau-, Arbeits- und Umweltrecht; relevante Regelungen betreffen unter anderem die Düngeverordnung, das Wasserrecht sowie Förderprogramme wie ÖPUL, die bestimmte emissionsmindernde oder energieeffiziente Techniken vorsehen. Die Auslegung richtet sich nach Kultur, Standort und Klimazone. Moderne Systeme arbeiten zunehmend mit sensorgestützter Prozesssteuerung und geschlossenen Kreisläufen zur Reduktion von Nährstoff- und Energieverlusten.

