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Simbu-Serogruppe

Die Simbu-Serogruppe bezeichnet eine taxonomische Einheit innerhalb der Gattung Orthobunyavirus (Familie Peribunyaviridae), die auf serologischen Kreuzreaktionen im Neutralisationstest basiert. Sie umfasst mehr als 25 antigenetisch verwandte, aber genetisch distinkte Virusisolate, die hauptsächlich durch Stechmücken der Gattung Culex und Aedes übertragen werden. Zu den relevanten Vertretern zählen das Simbu-Virus selbst, das Akabane-Virus, das Aino-Virus sowie das Schmallenberg-Virus (SBV), das seit 2011 in Europa epizootisch auftritt.

In der Nutztierhaltung Österreichs und Deutschlands ist die Serogruppe primär von veterinärmedizinischer Bedeutung. Infektionen bei Wiederkäuern verlaufen in der Regel subklinisch; eine transplazentare Übertragung während der Trächtigkeit kann jedoch zu Kongenitalanomalien wie Arthrogrypose, Hydranenzephalie und Mikrozephalie bei Neugeborenen führen. Der Nachweis erfolgt über Virusneutralisationstests, RT-qPCR oder indirekte ELISA-Verfahren. Aufgrund fehlender direkter Therapiemöglichkeiten basiert die Prävention auf Vektorkontrolle, Bestandsmanagement und inaktivierten Impfstoffen. Die Serogruppe unterliegt der Meldepflicht gemäß Tiergesundheitsgesetz, wobei die Surveillance durch die amtlichen Veterinärdienste koordiniert wird.

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