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Futtererträge

Unter Futtererträgen versteht man in der landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion die je Flächeneinheit (in Dezitonnen Trockenmasse pro Hektar) geerntete Menge an Biomasse, die der Verfütterung an Nutztiere dient. Erfasst werden sowohl Hauptfutterflächen wie Grünland (Aufwüchse von Wiesen und Weiden) als auch Ackerfutterflächen mit Feldfutterbau, etwa Silomais, Kleegras oder Luzerne. Die Ermittlung erfolgt in der Regel über Ertragsschätzungen, Wiegeverfahren oder die Erfassung der Silierverluste. Die Höhe der Futtererträge ist maßgeblich von Standortbedingungen, Witterungsverlauf, Düngung und Nutzungsintensität abhängig. Im Kontext der Düngeverordnung (DüV) sind präzise Futtererträge für die betriebliche Nährstoffbilanzierung und die Ermittlung des Stickstoffbedarfs von zentraler Bedeutung. Zudem dienen sie als Grundlage für die Bewertung der Flächenproduktivität im Rahmen des österreichischen Agrarumweltprogramms ÖPUL, etwa bei der Berechnung von Ausgleichszahlungen für die Grünlanderhaltung. Eine standardisierte Erfassung ist für den überbetrieblichen Vergleich und die Dokumentation betrieblicher Leistungsfähigkeit unerlässlich.

Die Bewertung der Futtererträge erfolgt nicht ausschließlich über die Masse, sondern auch über die Futterqualität, insbesondere den Gehalt an Energie (Nettoenergie-Laktation, NEL) und Rohprotein. Daher wird häufig der Ertrag an nutzbarer Energie oder Rohprotein je Hektar angegeben. Diese Kennzahlen sind entscheidend für die Rationsgestaltung in der Milchvieh- und Rinderhaltung. Die Erfassung unterliegt methodischen Standards, um eine Vergleichbarkeit zwischen Betrieben und Jahren zu gewährleisten. In der pflanzenbaulichen Praxis werden Futtererträge zudem durch Fruchtfolgegestaltung und Sortenwahl beeinflusst, wobei die Ertragsstabilität über mehrere Jahre als relevanter Faktor für die betriebliche Planung gilt.

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