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Nachtweide

Die Nachtweide ist eine landwirtschaftliche Beweidungsform, bei der Weidetiere während der Nachtstunden auf einer abgegrenzten Fläche gehalten werden. Sie findet vor allem in der Rinder-, Schaf-, Ziegen- und Pferdehaltung Anwendung, insbesondere bei extensiven Haltungsverfahren wie der Hüteschäferei oder der Alpung. Die nächtliche Beweidung dient der Nutzung von Aufwuchs außerhalb der Hauptweidezeiten und kann zur Reduktion von Stallzeiten beitragen. Aus tierhygienischer Sicht ist die Einrichtung eines geschützten oder witterungsangepassten Bereiches erforderlich, um das Wohlbefinden der Tiere sicherzustellen.

Rechtlich ist die Nachtweide in Österreich und Deutschland in den jeweiligen Tierschutzvorschriften verankert, die eine artgemäße Haltung und ausreichende Versorgung mit Wasser und Futter vorschreiben. Im Kontext der Düngeverordnung (DüV) und der ÖPUL-Maßnahmen (Österreichisches Programm für umweltgerechte Landwirtschaft) sind bei der nächtlichen Beweidung Nährstoffausträge und Trittschäden zu berücksichtigen; eine standortangepasste Besatzdichte und Weideführung sind einzuhalten. Eine regelmäßige Kontrolle der Tiere sowie der Weidefläche ist notwendig, um Parasitenbefall und eine Überweidung zu vermeiden.