Pilzbefall
Der Begriff Pilzbefall bezeichnet im landwirtschaftlichen Kontext die Besiedlung und Schädigung von Kulturpflanzen durch phytopathogene Pilze. Diese Organismen dringen über natürliche Öffnungen oder Verletzungen in das Pflanzengewebe ein und entziehen diesem Nährstoffe. Die Symptome sind artspezifisch und umfassen unter anderem Welkeerscheinungen, Nekrosen, Sporenlager sowie vermindertes Wachstum. Die wirtschaftliche Relevanz ergibt sich aus Ertragsverlusten und Qualitätsminderungen, die bis zum Totalausfall des Bestandes führen können.
Die Entstehung eines Befalls wird durch abiotische Faktoren wie hohe Luftfeuchtigkeit, niedrige Temperaturen und unzureichende Luftzirkulation begünstigt. Im integrierten Pflanzenschutz werden vorbeugende Maßnahmen wie Fruchtfolgegestaltung, resistente Sorten und optimierte Bestandesführung priorisiert. Bei Überschreitung wirtschaftlicher Schadschwellen kommen zugelassene Fungizide zum Einsatz, deren Anwendung strengen rechtlichen Vorgaben, insbesondere der EU-Verordnung 1107/2009 und der nationalen Pflanzenschutzmittelverordnung, unterliegt. Die korrekte Diagnose des Erregers ist für die Wahl einer wirksamen und umweltverträglichen Bekämpfungsstrategie unabdingbar.

