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Landwirtschaftliche Fachschule (LFS)

Die Landwirtschaftliche Fachschule (LFS) ist eine berufsbildende mittlere Schule in Österreich, die primär der Ausbildung von Fachkräften für die land- und forstwirtschaftliche Praxis dient. Die schulische Ausbildung umfasst in der Regel drei bis vier Jahre und schließt mit einer Abschlussprüfung ab. Der Lehrplan ist praxisorientiert gestaltet und vermittelt Kenntnisse in Pflanzenbau, Tierhaltung, Landtechnik sowie Betriebswirtschaft und Agrarökologie. Die LFS ist rechtlich im Land- und forstwirtschaftlichen Bundesschulgesetz (LFB-SchulG) verankert und untersteht der Vollziehung durch die jeweiligen Landesregierungen. Im Gegensatz zu höheren landwirtschaftlichen Lehranstalten (HLFS) oder der Universität für Bodenkultur (BOKU) liegt der Fokus der LFS auf der unmittelbaren Anwendung im landwirtschaftlichen Betrieb. Die Absolventen erwerben die gewerbliche Berechtigung zur Führung eines landwirtschaftlichen Betriebes und können nach entsprechender Praxis die Meisterprüfung ablegen. Die Schulen werden von öffentlichen Körperschaften oder privaten Trägern, wie landwirtschaftlichen Vereinen, betrieben. Die Finanzierung erfolgt durch öffentliche Mittel und teilweise durch Schulgelder. Die LFS stellt somit eine zentrale Säule der beruflichen Erstausbildung im primären Sektor dar.