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Betriebsmittelpreise

Der Begriff Betriebsmittelpreise bezeichnet im Agrarsektor die Erzeuger- oder Einkaufspreise für alle extern bezogenen Produktionsfaktoren, die in einem landwirtschaftlichen Betrieb zur Erzeugung pflanzlicher oder tierischer Produkte eingesetzt werden. Hierzu zählen insbesondere Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Saatgut, Futtermittel, Energie (Strom, Diesel, Heizöl) sowie landwirtschaftliche Betriebsstoffe wie Treibstoffe und Schmierstoffe. Die Preise dieser Betriebsmittel unterliegen erheblichen Schwankungen, die maßgeblich durch globale Rohstoffmärkte, Energiepreise, Logistikkosten sowie die Angebots- und Nachfragesituation auf den internationalen Agrarmärkten determiniert werden. In der landwirtschaftlichen Betriebswirtschaft stellen die Betriebsmittelpreise einen zentralen Kostenfaktor dar, da sie direkt die Produktionskosten und damit die Rentabilität der landwirtschaftlichen Erzeugung beeinflussen. Die Differenz zwischen den Erzeugerpreisen für landwirtschaftliche Produkte und den Betriebsmittelpreisen wird als Preisschere bezeichnet und dient als Indikator für die wirtschaftliche Lage der landwirtschaftlichen Betriebe. Die Entwicklung der Betriebsmittelpreise wird in der Agrarstatistik regelmäßig erfasst und analysiert, um betriebswirtschaftliche Planungen und agrarpolitische Maßnahmen zu unterstützen.