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Mercosur

Der Mercosur (Mercado Común del Sur) ist ein südamerikanischer Wirtschaftsblock, der 1991 durch den Vertrag von Asunción gegründet wurde. Die Vollmitglieder sind Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay; Bolivien befindet sich im Beitrittsprozess. Assoziierte Staaten sind Chile, Kolumbien, Ecuador, Guyana, Peru und Suriname. Ziel des Mercosur ist die Schaffung einer Zollunion und die Förderung des freien Waren-, Dienstleistungs- und Personenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten.

Für die Landwirtschaft in Österreich und Deutschland ist der Mercosur insbesondere aufgrund des seit 2019 politisch abgestimmten, jedoch noch nicht ratifizierten Assoziierungsabkommens zwischen der Europäischen Union und dem Mercosur von Bedeutung. Dieses Abkommen sieht eine schrittweise, asymmetrische Liberalisierung der Zölle vor. Es betrifft vor allem Importe von Rindfleisch, Geflügel, Zucker, Ethanol und Soja aus Südamerika in die EU. Die landwirtschaftlichen Produktionsstandards, insbesondere in den Bereichen Pflanzenschutzmittelzulassung, Tierwohl und Umweltauflagen, unterscheiden sich zwischen den Mercosur-Staaten und der EU. Die Umsetzung des Abkommens ist an die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens und den Schutz des Regenwaldes gekoppelt. Der Ratifizierungsprozess ist Stand 2026 noch nicht abgeschlossen.