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Maschinenring Oberösterreich stellt sich zukunftssicher auf

Maschinenring mit 119 Millionen Euro Umsatz in Service, Personal und Agrar wirtschaftlich stabil – Fokus auf Marktabsicherung, Wachstum und starke landwirtschaftliche Wurzeln

Bad Kreuzen. Unter dem Motto „Gemeinsam verwurzelt, stark für morgen“ fand am 17. Juni 2026 die Landestagung des Maschinenring Oberösterreich auf Burg Kreuzen statt. Zahlreiche Ehrengäste und Wegbegleiter aus Politik, Partnerorganisationen und Wirtschaft nahmen teil und unterstrichen die Bedeutung des Maschinenring für die oberösterreichische Wirtschaft und insbesondere für die heimische Landwirtschaft. Im Mittelpunkt standen die wirtschaftliche Entwicklung, die Absicherung bestehender Märkte und erfolgreiche Zukunftsprojekte – von neuen Geschäftsfeldern im Dienstleistungsbereich bis zum Unterstützungsverein in der sozialen Betriebshilfe. Der Maschinenring Oberösterreich zeigt sich wirtschaftlich stabil und richtet seine Organisation gezielt auf ein volatileres Marktumfeld aus.

Dienstleistungsgeschäft behauptet sich in härterem Markt

Im gewerblichen Bereich erzielte der Maschinenring Oberösterreich über alle Unternehmensbereiche hinweg 86,6 Millionen Euro Umsatz. Davon entfielen rund 71,2 Millionen Euro auf den Servicebereich, 11,1 Millionen Euro auf den Personalbereich sowie rund 4 Millionen Euro auf die Reinigungs-Tochter Reidis. Insgesamt wurden rund 17.000 Kunden betreut und mehr als 40.000 Aufträge abgewickelt.

Geschäftsführer Franz Moser verwies auf die hohe Veränderungsgeschwindigkeit in Wirtschaft und Arbeitswelt: „Wir sind mit denselben Themen konfrontiert wie die gesamte Wirtschaft. Veränderung ist das einzig Beständige – entscheidend ist, sie aktiv anzunehmen.“ Ziel sei es, den Maschinenring organisatorisch, technisch und wirtschaftlich weiterzuentwickeln und Ressourcen effizienter einzusetzen. Auch die Geschäftsführer Christian Reiter und Robert Resch sprachen von einem anspruchsvolleren Marktumfeld. Nach mehreren Krisenjahren – von Corona über Energiepreise bis zum angespannten Arbeitsmarkt – seien der Wettbewerb stärker und die Nachfrage schwankungsanfälliger geworden. Der Maschinenring reagiert darauf mit einer breiten Leistungspalette. Neben Winterdienst, Grünraumpflege, Forst und Personal wurden Geschäftsfelder wie Gartengestaltung, Spielplatzbau und Reinigung weiterentwickelt.

Winterdienst als Belastungstest

Der Winterdienst im Wirtschaftsjahr 2025/26 zeigte eindrucksvoll, wie wichtig professionelle Strukturen und verlässliche Abläufe sind. Der stärkste Winter der vergangenen zehn Jahre brachte tiefe Temperaturen, große Schneemengen und Eisregen – und damit hohe Anforderungen für die betreuten Kunden. In Spitzenzeiten sind in Oberösterreich bis zu 2.000 Menschen für den Maschinenring im Einsatz. Geschulte Mitarbeiter:innen, Arbeitssicherheit, technische Ausrüstung und regionale Einsatzfähigkeit wurden damit zu entscheidenden Faktoren im Wettbewerb.

Landwirtschaft bleibt Fundament

In Oberösterreich zählt die Organisation aktuell 18.438 Mitgliedsbetriebe. Obwohl die Zahl aktiver landwirtschaftlicher Betriebe strukturell zurückgeht, fällt der Mitgliederrückgang vergleichsweise moderat aus. Das zeigt die weiterhin starke Bindung der Betriebe an den Maschinenring.

Auch das Agrar-Leistungsvolumen von rund 36,7 Millionen Euro unterstreicht diese Rolle. Es umfasst jene Arbeiten und Leistungen, die landwirtschaftliche Betriebe in Oberösterreich vor allem in überbetrieblicher Zusammenarbeit über den Maschinenring abwickeln. Ein wichtiger Hebel sind die Gemeinschaften: Jeder vierte Mitgliedsbetrieb ist Teil einer der 372 Gemeinschaften, die insgesamt 622 Maschinen und Geräte organisieren. Das senkt Investitionskosten und erleichtert den Zugang zu moderner Technik.

Soziale Betriebshilfe neu organisiert

Wenn auf einem Hof eine Arbeitskraft durch Krankheit, Unfall oder Tod ausfällt, ist der Maschinenring erste Anlaufstelle. 2025 wurden in Oberösterreich 582 Fälle in der sozialen Betriebshilfe betreut. Die Zahl bleibt über die Jahre stabil, die Einsätze werden jedoch länger. Gleichzeitig wird es schwieriger, nebengewerbliche Betriebshelfer:innen für längere Einsätze zu finden.

Mit einem eigenen Unterstützungsverein hat der Maschinenring Oberösterreich daher ein Modell geschaffen, das bundesweit Beachtung findet. Ziel ist es, Agrar-Fachkräfte fix anzustellen und ihnen faire Rahmenbedingungen, Perspektive und soziale Absicherung zu bieten. Derzeit sind 31 hauptberufliche Agrar-Fachkräfte beim Maschinenring im Einsatz. Finanziert wird das System unter anderem durch Mitgliedsbeiträge, Zuschüsse der SVS und des Landes Oberösterreich und den Notfallfonds des Maschinenring.

Wachstum mit Verantwortung

Wir sind ein breit aufgestelltes Wirtschaftsunternehmen, aber auch eine Organisation mit sozialer Verantwortung“, betonte Landesobmann ÖR Gerhard Rieß. Der Maschinenring Oberösterreich verbindet damit wirtschaftliche Professionalität mit regionaler Verankerung, landwirtschaftlicher Kompetenz und Verantwortung für den ländlichen Raum. Mit „Gemeinsam verwurzelt, stark für morgen“ setzt der Maschinenring Oberösterreich ein klares Signal: Marktabsicherung, Wachstum und Effizienz bestimmen die nächsten Schritte, die Landwirtschaft bleibt dabei Ausgangspunkt und verbindende Kraft.

Dienstleistung, Maschinenring, Umsatz