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Bekämpfungsstrategien

Als Bekämpfungsstrategien werden im Pflanzenschutz und in der landwirtschaftlichen Schädlingsregulierung systematische, nach rechtlichen und fachlichen Vorgaben geplante Maßnahmenkombinationen bezeichnet, die darauf abzielen, das Auftreten und die Ausbreitung von Schadorganismen (z. B. Insekten, Pilze, Unkräuter, Nagetiere) unterhalb der wirtschaftlichen Schadensschwelle zu halten. Grundlage ist das im Jahr 2026 geltende Pflanzenschutzrecht der EU (Verordnung (EG) Nr. 1107/2009) sowie die nationale Pflanzenschutzmittelverordnung. Die Strategien basieren auf dem integrierten Pflanzenschutz (IPS), der den vorrangigen Einsatz nichtchemischer Verfahren wie Fruchtfolge, resistente Sorten, mechanische Bodenbearbeitung und biologische Kontrolle vorschreibt. Der chemische Pflanzenschutz wird nur als letztes Mittel und unter strenger Einhaltung der Anwendungsbestimmungen (z. B. Abstandsauflagen, Bienenschutz) eingesetzt. Die Wahl der Strategie erfolgt betriebsindividuell auf Basis von Schaderregerprognosen, Bonituren und regionalen Warndiensten. Die Dokumentation aller Maßnahmen ist nach der Düngeverordnung und dem Pflanzenschutzgesetz verpflichtend. Ziel ist die Minimierung von Resistenzbildungen und Umweltbelastungen bei gleichzeitiger Sicherung des Ernteertrags.