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Zombie-Hirsch-Krankheit: Springt CWD jetzt auf den Menschen über? - chronic wasting disease deer

Zombie-Hirsch-Krankheit: Springt CWD jetzt auf den Menschen über?

Die Zombie-Hirsch-Krankheit (Chronic Wasting Disease, CWD) breitet sich in den USA rasant aus – und die Sorge wächst, dass sie auf den Menschen überspringen könnte. Während die Krankheit bei Hirschen, Elchen und Rentieren immer tödlich endet, warnen Experten vor einem möglichen „Spillover“. Was bedeutet das für Jäger, Landwirte und Verbraucher?

Was ist die Zombie-Hirsch-Krankheit?

Die Chronic Wasting Disease ist eine übertragbare, tödliche Erkrankung, die das Gehirn der Tiere zerstört. Betroffene Hirsche wirken apathisch, verlieren die Scheu vor Menschen, sabbern und magern trotz Futteraufnahme ab – daher der Name „Zombie-Hirsch-Krankheit“. Laut Berichten des US-Bundesstaats Virginia stieg die Zahl der infizierten Hirsche dort von 109 auf 126 innerhalb eines Jahres. Die Krankheit wird durch Prionen verursacht, ähnlich wie BSE bei Rindern.

Kann CWD auf Menschen überspringen?

Bislang gibt es keinen bestätigten Fall einer Übertragung auf den Menschen. Doch Forscher schlagen Alarm: Im Labor konnten CWD-Prionen menschliche Zellen infizieren. „Die Gefahr eines Spillovers ist real“, warnt die Expertin Alexandra Lombard. Besonders Jäger und Wildverarbeiter sind exponiert, wenn sie kontaminiertes Fleisch verzehren. Die Inkubationszeit könnte Jahre betragen, was eine Früherkennung erschwert.

Welche Folgen hätte ein Spillover?

Sollte CWD auf den Menschen überspringen, wäre das eine gesundheitliche Katastrophe. Ähnlich wie BSE könnte es zu einer neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit führen. Für die Landwirtschaft bedeutete dies massive Handelseinschränkungen und Vertrauensverlust bei Wildfleisch. „Wir müssen jetzt handeln, bevor es zu spät ist“, fordern Experten. Überwachungsprogramme und ein Verbot der Verfütterung von Wildresten sind dringend nötig.

Was können Jäger und Landwirte tun?

  • Testen lassen: In betroffenen Regionen sollte jedes erlegte Wild auf CWD getestet werden.
  • Hygiene beachten: Beim Zerwirken von Hirschen Handschuhe tragen und Werkzeuge desinfizieren.
  • Kein Verzehr von Risikomaterial: Gehirn, Rückenmark und Lymphknoten nicht essen.

Die Debatte um die Zombie-Hirsch-Krankheit zeigt: Die Natur kennt keine Grenzen. Jetzt ist Vorsicht gefragt, um eine Pandemie aus dem Tierreich zu verhindern.

Bildquelle: Unsplash (Unter der freien Unsplash-Lizenz verifiziert für kommerzielle und nicht-kommerzielle Nutzung)

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