Winterrapsernte
Die Winterrapsernte bezeichnet den jährlich wiederkehrenden Erntevorgang der im Herbst des Vorjahres bestellten Winterrapsbestände (Brassica napus L. var. napus), die in Mitteleuropa in der Regel zwischen Mitte Juli und Mitte August gedroschen werden. Der genaue Erntetermin richtet sich nach dem Abreifegrad der Schoten, der Witterung sowie der Sortenreife und wird anhand des Kornfeuchtegehalts sowie des Farbumschlags der Samen von Grün nach Braun-Schwarz bestimmt. Ziel ist ein Erntegut mit möglichst geringem Feuchtegehalt, um Lagerverluste und Qualitätseinbußen zu vermeiden.
Technisch erfolgt die Ernte mit Mähdreschern, die mit speziellen Raps-Schneidwerken und Seitenmessern ausgestattet sind, um Ernteverluste durch Ausfallkörner zu minimieren. In Deutschland und Österreich unterliegt die Winterrapsernte den Vorgaben des Pflanzenschutz- und Düngerechts, einschließlich der Regelungen zur Nitratrichtlinie und der Düngeverordnung hinsichtlich der Nachernte-Düngung. Die Erntemenge und die Ölgehalte der Rapssamen sind witterungsabhängig und unterliegen jährlichen Schwankungen. Das Erntegut dient überwiegend der Speiseöl- und Biodieselproduktion sowie als eiweißreiches Futtermittel (Rapsschrot).
