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Windschutzstreifen

Ein Windschutzstreifen ist eine lineare, dauerhafte Gehölzstruktur in der Agrarlandschaft, die primär der Reduktion der Windgeschwindigkeit im unmittelbaren Leebereich dient. Die Anlage erfolgt in der Regel als mehrreihige Kombination aus Bäumen und Sträuchern, wobei die Durchlässigkeit des Bestandes für eine optimale Windbremsung entscheidend ist. Die Hauptfunktion besteht in der Verminderung der Winderosion von Bodenpartikeln, der Verringerung der mechanischen Belastung von Kulturpflanzen sowie der Reduktion der Evapotranspiration. Im Jahr 2026 ist die Förderung von Windschutzstreifen in Österreich und Deutschland im Rahmen von Agrarumweltprogrammen (z. B. ÖPUL) verankert, wobei spezifische Anforderungen an Artenzusammensetzung, Breite und Pflege bestehen. Rechtlich sind diese Strukturen als landschaftsgestaltende Elemente nach dem jeweiligen Landesnaturschutzgesetz geschützt. Die Wirksamkeit ist abhängig von der Höhe, Dichte und Ausrichtung des Streifens relativ zur Hauptwindrichtung. Ein gut etablierter Windschutzstreifen trägt zur Biodiversität bei, indem er Lebensraum für Nützlinge und Kleintiere bietet, und kann als Bestandteil des Biotopverbundsystems fungieren.