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sensorgestützte Technologien

Sensorgestützte Technologien bezeichnen im landwirtschaftlichen Kontext des Jahres 2026 die Gesamtheit elektronischer Systeme, die mittels verschiedener Messprinzipien physikalische, chemische oder biologische Parameter des Bodens, der Pflanze, des Tieres oder der Umwelt erfassen. Diese Sensoren, die auf optischen, akustischen, elektromagnetischen oder elektrochemischen Verfahren basieren, generieren orts- und zeitbezogene Daten. Die erfassten Rohdaten werden durch Algorithmen und Software in Steuerungsbefehle oder Entscheidungsvorschläge für landwirtschaftliche Prozesse umgewandelt.

Die Anwendung umfasst unter anderem die teilflächenspezifische Düngung und Pflanzenschutzmittelapplikation auf Basis von N-Sensoren oder Drohnenaufnahmen, die automatisierte Melk- und Fütterungssysteme in der Tierhaltung sowie die Bewässerungssteuerung mittels Bodenfeuchtesensoren. Rechtlich relevant ist die Integration dieser Technologien im Kontext der Düngeverordnung (DüV) und der ÖPUL-Maßnahmen, da sie eine präzise Dokumentation und Nachweisführung von Nährstoffströmen ermöglichen. Die Systeme unterliegen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hinsichtlich der Verarbeitung betriebsbezogener Daten. Die technische Normung erfolgt maßgeblich durch die ISO 11783 (ISOBUS) zur Sicherstellung der Gerätekompatibilität.