Wassermanagement
Das Wassermanagement in der Landwirtschaft umfasst die Gesamtheit aller planerischen, technischen und operativen Maßnahmen zur Steuerung des Wasserhaushalts auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Ziel ist die Sicherstellung einer bedarfsgerechten Wasserversorgung der Kulturpflanzen bei gleichzeitiger Minimierung von Erosion, Nährstoffaustrag und Staunässe. Es beinhaltet sowohl die Bewässerung als auch die Drainage und den vorsorgenden Hochwasserschutz. Im Kontext der österreichischen und deutschen Agrarpolitik des Jahres 2026 ist das Wassermanagement rechtlich durch die nationale Düngeverordnung (DüV) sowie die Vorgaben der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union, insbesondere durch die Konditionalität und Öko-Regelungen, reguliert. Die präzise Steuerung der Wasserführung, etwa durch Tröpfchenbewässerung oder gesteuerte Dränsysteme, dient der Ertragssicherung unter sich ändernden klimatischen Bedingungen. Die Effizienz des Wassereinsatzes wird durch bodenphysikalische Kenngrößen wie die nutzbare Feldkapazität und die Wasserspannung im Boden bestimmt. Ein integraler Bestandteil ist zudem das betriebliche Nährstoffmanagement, da die Wasserführung maßgeblich die Nitratauswaschung in das Grundwasser beeinflusst.


