Header monbile

Schädlingsbekämpfung

Die Schädlingsbekämpfung im landwirtschaftlichen Kontext des Jahres 2026 umfasst alle Maßnahmen zur Regulierung von Organismen (Insekten, Pilze, Bakterien, Viren, Unkräuter, Nager), die das Wachstum, die Qualität oder den Ertrag von Kulturpflanzen signifikant beeinträchtigen. Sie basiert auf dem integrierten Pflanzenschutz (IPS), der gemäß der EU-Richtlinie 2009/128/EG und der nationalen Pflanzenschutzgesetze in Deutschland und Österreich verpflichtend ist. Der IPS priorisiert nicht-chemische Verfahren wie Fruchtfolgen, resistente Sorten, mechanische Bodenbearbeitung und biologische Kontrolle durch Nützlinge. Chemische Pflanzenschutzmittel (PSM) werden nur als letztes Mittel eingesetzt, wenn ökonomische Schadschwellen überschritten werden. Die Anwendung unterliegt strengen Zulassungsverfahren durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bzw. die AGES in Österreich. Präzisionslandwirtschaftliche Techniken, wie sensorgesteuerte Spot-Spraying-Systeme, reduzieren den Wirkstoffeinsatz. Die Dokumentation aller Maßnahmen ist gesetzlich vorgeschrieben, um Rückstände in Lebensmitteln zu minimieren und die Biodiversität zu schützen. Resistenzmanagement und die Einhaltung von Anwendungsbestimmungen sind zentrale rechtliche Anforderungen.