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SCB

SCB bezeichnet in der Agrarwissenschaft und landwirtschaftlichen Praxis die Abkürzung für Soil Carbon Benefit (Bodenkohlenstoffnutzen). Der Begriff quantifiziert den Netto-Effekt landwirtschaftlicher Bewirtschaftungsmaßnahmen auf den organischen Kohlenstoffvorrat des Bodens, ausgedrückt als Differenz zwischen Kohlenstoffbindung und Kohlenstoffverlust innerhalb eines definierten Bilanzraums und Zeitintervalls. Die Berechnung erfolgt nach international standardisierten Methoden, etwa den Leitlinien des IPCC für nationale Treibhausgasinventare oder dem im Jahr 2026 gültigen EU-Bodenüberwachungsrahmen. Ein positiver SCB-Wert zeigt eine Netto-Festlegung von atmosphärischem Kohlendioxid im Boden an, ein negativer Wert eine Netto-Freisetzung.

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In der Praxis dient der SCB als Kennzahl für die Bewertung von Humusaufbau, Zwischenfruchtanbau, reduzierter Bodenbearbeitung oder Agroforstsystemen. Er ist von zentraler Bedeutung für die Treibhausgasbilanzierung landwirtschaftlicher Betriebe sowie für die Teilnahme an freiwilligen Kohlenstoffmärkten und Förderprogrammen wie ÖPUL in Österreich oder der deutschen Düngeverordnung. Die Ermittlung erfolgt über Bodenproben, Fernerkundung oder Modellrechnungen, wobei standortabhängige Faktoren wie Klima, Bodentextur und Ausgangshumusgehalt berücksichtigt werden. Der SCB ist nicht mit dem gesamten Bodenkohlenstoffvorrat gleichzusetzen, sondern beschreibt ausschließlich dessen Veränderung.

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