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Rebzikade

Die Rebzikade (Scaphoideus titanus) ist eine aus Nordamerika eingeschleppte, monophage Zikadenart der Familie Cicadellidae, die ausschließlich an Reben (Vitis spp.) saugt. Als Vektor des Quarantäneschaderregers Candidatus Phytoplasma vitis, dem Erreger der Goldgelben Vergilbung (Grapevine Flavescence Dorée), besitzt sie erhebliche phytomedizinische und pflanzenrechtliche Relevanz. Die Larven und Adulten saugen an der Phloemflüssigkeit der Blätter, was bei starkem Befall zu Vitalitätsverlusten führen kann. Die wirtschaftliche Bedeutung resultiert primär aus der Übertragung des Phytoplasmas, das zu Ertragseinbußen, Qualitätsminderung und Absterben der Reben führt. In Österreich und Deutschland unterliegt die Rebzikade der amtlichen Bekämpfungspflicht gemäß der Pflanzengesundheitsverordnung. Die Bekämpfung erfolgt mittels insektizider Behandlungen gegen die Larvenstadien, meist im Rahmen von Bekämpfungszonen, sowie durch Rodung infizierter Rebstöcke. Ein Monitoring mittels Gelbtafeln dient der Feststellung des Vektorflugs und der Abschätzung des Infektionsrisikos.