psychosoziale Beratung

Psychosoziale Beratung bezeichnet im landwirtschaftlichen Kontext ein niederschwelliges, freiwilliges Unterstützungsangebot für in der Land- und Forstwirtschaft tätige Personen sowie deren Angehörige. Sie umfasst die professionelle Begleitung bei psychischen, familiären, sozialen oder existenziellen Belastungslagen, die sich aus der spezifischen Lebens- und Arbeitsform des landwirtschaftlichen Betriebes ergeben können. Typische Anlässe sind etwa Betriebsübergaben, Existenzkrisen, Arbeitsüberlastung, soziale Isolation, Suchtproblematiken, Generationenkonflikte oder die Bewältigung von Naturkatastrophen und Ernteausfällen.

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Die Leistung wird in Österreich und Deutschland von unterschiedlichen Trägern bereitgestellt, darunter sozialwirtschaftliche Einrichtungen, kirchliche Organisationen, gemeinnützige Vereine sowie im Rahmen der Sozialversicherung angesiedelte Präventions- und Rehabilitationsangebote. Sie erfolgt durch qualifiziertes Fachpersonal, etwa Psychologen, Psychotherapeuten, Sozialarbeiter oder speziell geschulte Berater mit landwirtschaftlichem Hintergrund. Die Inanspruchnahme ist vertraulich, unterliegt der Schweigepflicht und ist von betrieblichen oder behördlichen Kontrollverfahren getrennt. Abzugrenzen ist sie von der psychotherapeutischen oder psychiatrischen Behandlung, die diagnostische und therapeutische Leistungen nach den jeweiligen Heilberufs- und Sozialversicherungsgesetzen umfasst.

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