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Produktionssysteme

Ein Produktionssystem in der Landwirtschaft bezeichnet die Gesamtheit der organisatorischen, technischen und betriebswirtschaftlichen Maßnahmen sowie der eingesetzten Betriebsmittel, die auf einen spezifischen Produktionsprozess abzielen. Es umfasst die Kombination aus Kulturführung, Tierhaltungsverfahren, Flächennutzung und Betriebsorganisation unter Berücksichtigung standörtlicher Gegebenheiten und rechtlicher Rahmenbedingungen. Die Systematik reicht von extensiven Weidehaltungssystemen über integrierte Pflanzenbausysteme bis hin zu hochspezialisierten, geschlossenen Intensivhaltungen. Die Wahl des Produktionssystems determiniert maßgeblich die Faktorintensität, die Umweltwirkungen und die betriebliche Resilienz. Im Kontext der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU und nationaler Rechtsvorschriften, wie der österreichischen ÖPUL-Verordnung oder der deutschen Düngeverordnung, sind Produktionssysteme an definierte Anforderungen gebunden, die beispielsweise den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Düngern oder die Einhaltung von Tierwohlstandards regeln. Die Systemdifferenzierung erfolgt primär nach Produktionsziel, Spezialisierungsgrad und der Art der Stoffkreisläufe, wobei die Systemgrenzen betriebsindividuell oder regional definiert werden können.