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Pflugfurche

Die Pflugfurche bezeichnet im Ackerbau die durch den Pflugkörper beim Wenden des Bodens entstehende linienförmige Vertiefung im Bodenprofil. Sie entsteht durch das Herausschneiden, Anheben und Drehen des Bodenstreifens (des Pflugsohls), wobei der Pflugkörper einen Graben mit einer charakteristischen Sohle und einer Seitenwand hinterlässt. Die Furchentiefe, die in der Regel zwischen 20 und 35 Zentimetern liegt, wird durch die Einstellung des Pfluges und die Bodenart bestimmt. Die Furchensohle stellt die Grenzfläche zwischen dem gewendeten Oberboden und dem ungestörten Unterboden dar. Die Breite der Furche korrespondiert mit dem Arbeitsabstand der Pflugkörper. In der konventionellen Bodenbearbeitung dient die Pflugfurche der Lockerung, Durchlüftung und Einarbeitung von Ernterückständen sowie organischem Dünger. Aus rechtlicher Sicht ist die Pflugfurche im Kontext der österreichischen und deutschen Düngeverordnung (DüV) relevant, da sie als potenzieller Eintragspfad für Nährstoffe in tiefere Bodenschichten gilt. Insbesondere bei der Ausbringung von Wirtschaftsdüngern ist die unverzügliche Einarbeitung in die Pflugfurche zur Vermeidung von Ammoniakverlusten und zur Sicherstellung der Nährstoffeffizienz vorgeschrieben.