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Nebelanlagen

Nebelanlagen sind technische Einrichtungen zur künstlichen Erzeugung von Wassertröpfchen mit einem Durchmesser von typischerweise 10 bis 100 Mikrometern, die in der Landwirtschaft primär zur Beregnung, Frostschutzbewässerung und Klimatisierung in geschützten Kulturräumen eingesetzt werden. Die Tröpfchenerzeugung erfolgt mittels Hochdruckdüsen (50 bis 100 bar) oder durch Rotationszerstäuber, wobei die feine Verteilung eine gleichmäßige Benetzung der Pflanzenoberflächen bei geringem Wasservolumen ermöglicht.

Im Freilandanbau dienen Nebelanlagen der advektiven Frostbekämpfung, indem die bei der Phasenumwandlung von Wasser zu Eis freigesetzte Kristallisationswärme (335 kJ/kg) die Pflanzentemperatur über dem Gefrierpunkt hält. In Gewächshäusern und Folientunneln werden sie zur relativen Luftfeuchteerhöhung, Temperatursenkung durch Verdunstungskälte sowie zur Steigerung der Photosyntheseleistung eingesetzt. Die rechtliche Zulässigkeit unterliegt den wasserrechtlichen Vorschriften nach § 9 WHG sowie den landesspezifischen Verordnungen zur Wasserentnahme. Die Anwendung ist gemäß der Düngeverordnung (DüV) von 2025 dokumentationspflichtig, sofern die Bewässerung mit Nährstoffapplikation verbunden ist. Die Betriebssicherheit erfordert regelmäßige Wartung der Filteranlagen und Druckregler zur Vermeidung von Düsenverstopfungen.