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Heidelbeeranbau

Der Heidelbeeranbau bezeichnet die landwirtschaftliche Kultur von Pflanzen der Gattung Vaccinium, vorrangig der Kulturheidelbeere (Vaccinium corymbosum), zur Fruchtproduktion. Im Jahr 2026 erfolgt der Anbau in Deutschland und Österreich überwiegend auf Flächen mit saurem, humosem Substrat (pH-Wert 4,0–5,0), häufig unter Verwendung von Hochbeeten mit Torfsubstrat oder torfreduzierten Alternativen. Die Pflanzen werden als Containerware in Reihenabständen von 2,5 bis 3,0 Metern gesetzt, wobei eine Beregnungsanlage zur Sicherung der Wasserversorgung während der Fruchtentwicklung erforderlich ist. Der Düngereinsatz richtet sich nach der Düngeverordnung (DüV) und erfolgt vorrangig mit stickstoffbetonten, schwefelsauren Düngemitteln. Der Pflanzenschutz umfasst Maßnahmen gegen die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) und den Heidelbeerblasenfuß, wobei der Einsatz von Insektiziden streng nach der guten fachlichen Praxis erfolgt. Die Ernte findet von Juli bis September statt, bei Kulturheidelbeeren überwiegend maschinell mit Schüttelvollerntern, bei Wildheidelbeeren (Vaccinium myrtillus) in Waldstandorten durch manuelle Kammpflücke. Der Anbau unterliegt den Regelungen des Pflanzenschutzgesetzes und der EU-Öko-Verordnung bei zertifizierten Betrieben.