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Mulchsaat

Die Mulchsaat ist ein etabliertes Bestellverfahren im Ackerbau, bei dem die Aussaat des Folgekultur-Saatguts direkt in eine auf der Bodenoberfläche verbleibende Mulchschicht aus abgestorbenen Pflanzenresten der Vorfrucht oder einer Zwischenfrucht erfolgt. Im Gegensatz zur konventionellen Saat auf ein blankes, gepflügtes Saatbett wird der Boden bei der Mulchsaat meist nur flach und nicht wendend bearbeitet, beispielsweise mit Grubbern oder Scheibeneggen. Die zentrale agronomische Funktion der Mulchdecke ist der Schutz des Bodens vor Erosion durch Wind und Wasser, insbesondere auf hängigen Flächen. Zudem fördert die organische Substanz auf der Oberfläche das Bodenleben, verbessert die Wasserspeicherfähigkeit und unterdrückt durch physikalische und allelopathische Effekte das Auflaufen von Unkräutern. Die Mulchsaat erfordert spezielle Sätechnik, wie z.B. Scheibenschare, die in der Lage sind, das Saatgut durch die Pflanzenreste hindurch in den mineralischen Boden abzulegen. Sie ist ein zentraler Bestandteil konservierender Bodenbearbeitungssysteme und des integrierten Pflanzenschutzes, da sie zur Humusanreicherung beiträgt und den Einsatz von Herbiziden reduzieren kann.