CCS (Carbon Capture and Storage)
CCS (Carbon Capture and Storage) bezeichnet in der Agrarwissenschaft die technische Abscheidung und dauerhafte unterirdische Speicherung von Kohlenstoffdioxid (CO₂), das bei industriellen Prozessen oder der Energieerzeugung entsteht. Im landwirtschaftlichen Kontext ist CCS vor allem als Verfahren zur Reduktion von Treibhausgasemissionen aus Biogasanlagen, Düngemittelproduktion oder der Lebensmittelverarbeitung relevant. Dabei wird das CO₂ aus Abgasströmen abgetrennt, komprimiert und in tiefe geologische Formationen wie erschöpfte Erdgaslagerstätten oder saline Aquifere injiziert. Die Speicherung erfolgt in Tiefen von über 800 Metern, wo das CO₂ durch physikalische und geochemische Mechanismen dauerhaft gebunden wird. CCS ist von der biologischen Kohlenstoffsequestrierung zu unterscheiden, bei der CO₂ durch Pflanzenwachstum oder Humusaufbau im Boden gebunden wird. Die Technologie wird als Ergänzung zu Emissionsminderungsstrategien diskutiert, um negative Emissionen zu ermöglichen, wenn das abgeschiedene CO₂ aus biogenen Quellen stammt. Voraussetzung für die landwirtschaftliche Anwendung sind geeignete geologische Speicherkapazitäten sowie eine energieeffiziente Abscheidetechnologie.

