Header monbile

Körnerleguminosen

Körnerleguminosen sind landwirtschaftliche Kulturpflanzen aus der Familie der Fabaceae, die aufgrund ihrer protein- und stärkereichen Samen zur Körnergewinnung angebaut werden. Zu den wichtigsten Arten zählen Ackerbohne (Vicia faba), Erbse (Pisum sativum), Lupine (Lupinus spp.) und Sojabohne (Glycine max). Ein zentrales Merkmal ist die Fähigkeit zur symbiotischen Stickstofffixierung durch Knöllchenbakterien der Gattung Rhizobium, wodurch diese Pflanzen den Luftstickstoff in pflanzenverfügbare Form umwandeln und so den Stickstoffdüngerbedarf im Anbausystem reduzieren.

In der Fruchtfolge erfüllen Körnerleguminosen eine wichtige Vorfruchtwirkung, da sie durch die Nährstoffanreicherung und die Lockerung des Bodens die Folgekulturen positiv beeinflussen. Die Erzeugnisse dienen vorrangig als eiweißreiches Futtermittel in der Tierhaltung, insbesondere für Schweine und Geflügel, sowie zunehmend als Rohstoff für die menschliche Ernährung. Aus agronomischer Sicht erfordert der Anbau eine sorgfältige Bestandesführung hinsichtlich Aussaatzeitpunkt, Unkrautregulierung und Erntetechnik, da die Hülsenfrüchte zur Platzfestigkeit neigen und eine gleichmäßige Abreife für den Drusch entscheidend ist.