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Klimaresiliente Landwirtschaft

Klimaresiliente Landwirtschaft bezeichnet die Anpassung landwirtschaftlicher Produktionssysteme an die veränderten klimatischen Bedingungen des 21. Jahrhunderts, mit dem Ziel, die Funktionsfähigkeit der Betriebe auch unter Extremwetterereignissen wie Trockenheit, Starkregen oder Spätfrost zu erhalten. Im Kern umfasst sie Maßnahmen des vorsorgenden Risikomanagements: den Anbau trocken- und hitzetoleranter Kulturarten und -sorten, die Einrichtung effizienter Bewässerungssysteme mit wassersparender Technik sowie den Ausbau des Bodenwasserhaushalts durch Humusaufbau, reduzierter Bodenbearbeitung und erosionsmindernder Fruchtfolgen. Ebenso gehören geregelte Dünge- und Pflanzenschutzstrategien dazu, die an die jeweils gültige Düngeverordnung und das Pflanzenschutzgesetz angepasst sind.

Betriebswirtschaftlich zielt die Strategie auf Risikostreuung durch Diversifizierung etwa mittels Agroforstsystemen oder Zwischenfruchtanbau sowie auf den Einsatz von Versicherungslösungen gegen Ertragsausfälle. Rechtlich ist der Begriff in Österreich mit dem Programm ÖPUL verbunden, das Anreize für klimafördernde Bewirtschaftungsweisen setzt; in Deutschland sind Maßnahmen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und der einzelbetrieblichen Beratung verankert. Die Anpassungsplanung orientiert sich an objektiven agrarwissenschaftlichen Erkenntnissen und berücksichtigt langfristige Standortbedingungen ohne politische oder verbandliche Wertungen.