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Johannistag

Der Johannistag, der auf den 24. Juni fällt, ist im landwirtschaftlichen Kontext ein traditioneller Lostag, der im mitteleuropäischen Raum, insbesondere in Österreich und Deutschland, als phänologischer und arbeitswirtschaftlicher Orientierungspunkt dient. Er markiert kalendarisch die Sommersonnenwende und wird in der landwirtschaftlichen Praxis als Stichtag für bestimmte Bewirtschaftungsmaßnahmen herangezogen. So gilt der Johannistag als traditioneller Termin für den Beginn der Heuernte, da zu diesem Zeitpunkt der Energiegehalt und die Verdaulichkeit des Aufwuchses auf Grünlandflächen in der Regel das optimale Verhältnis von Ertrag und Futterqualität erreichen. In der Forstwirtschaft und im Obstbau wird der Johannistag häufig als letzter Termin für den Rückschnitt von Gehölzen oder für Veredelungsarbeiten genannt, um einen ausreichenden Austrieb vor dem Winter zu gewährleisten. Aus rechtlicher Sicht hat der Johannistag im Jahr 2026 keine unmittelbare normative Bedeutung mehr in der österreichischen oder deutschen Agrargesetzgebung, wie der Düngeverordnung oder dem ÖPUL-Programm. Er dient jedoch weiterhin als betrieblicher und regionaler Erfahrungswert für die Steuerung von Kulturmaßnahmen, insbesondere im biologischen Landbau, wo er als Referenz für den optimalen Schnittzeitpunkt von Leguminosen-Gras-Gemengen genutzt wird.