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Spargelstich

Der Spargelstich bezeichnet in der landwirtschaftlichen Praxis den manuellen oder maschinellen Erntevorgang von Spargel (Asparagus officinalis). Dabei werden die unter der Erdoberfläche herangewachsenen, noch unbelichteten Sprossen (Bleichspargel) oder die bereits ausgetriebenen grünen Stangen (Grünspargel) durch einen gezielten Schnitt von der Mutterpflanze getrennt. Der manuelle Stich erfolgt mittels eines speziellen, langstieligen Spargelmessers, mit dem der Erntehelfer die Stange unter der Erdoberfläche lokalisiert und knapp über der Wurzelkrone durchtrennt. Bei maschinellen Verfahren kommen Erntevorrichtungen zum Einsatz, die mittels Sensoren die Stangen erfassen und schneiden. Der Zeitpunkt des Spargelstichs ist entscheidend für die Qualität: Die Stangen müssen geerntet werden, bevor die Köpfe aufzublühen beginnen. In Deutschland und Österreich ist der Spargelstich saisonal durch die Spargelverordnung (SpargelV) bzw. nationale Durchführungsbestimmungen geregelt, die den Erntezeitraum auf die Monate April bis Juni (Johannistag, 24. Juni) begrenzen, um die vegetative Regeneration der Pflanze zu gewährleisten. Die Erntetechnik unterliegt den Vorschriften des Arbeitnehmerschutzes, insbesondere hinsichtlich der ergonomischen Belastung bei der manuellen Ernte.