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Erntekronen

Als Erntekronen werden im agrartechnischen und gartenbaulichen Kontext zwei unterschiedliche Sachverhalte bezeichnet. Zum einen handelt es sich um den oberirdischen, verzweigten Sprossabschluss von Kulturpflanzen, insbesondere bei Getreide, Mais und Hirse. Diese endständige Infloreszenz- beziehungsweise Fruchtstandsregion bildet die Ähre, Rispe oder den Kolben aus und ist für die Kornausbildung und damit für den Ertrag maßgeblich. Morphologisch setzt sich die Erntekrone aus der zentralen Spindel, den Seitenachsen sowie den daran sitzenden Ährchen und Körnern zusammen. Ihre Ausbildung wird durch genetische Faktoren, Nährstoffversorgung, Wasserverfügbarkeit und Photoperiode gesteuert.

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Zum anderen bezeichnet der Begriff im Brauchtum und in der Landwirtschaftsfolklore einen dekorativen Kranz aus Getreidehalmen, der traditionell nach Abschluss der Getreideernte angefertigt und öffentlich präsentiert wird. Dieser ist kein agronomisches Produktionsmittel, sondern ein kulturelles Symbol. In beiden Bedeutungen ist der Terminus fachlich etabliert; eine Verwechslung mit dem Erntekranz im Sinne einer Zierform ist im wissenschaftlichen Sprachgebrauch zu vermeiden.

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