CO2-Fußabdruck
Der CO2-Fußabdruck in der Landwirtschaft ist eine quantifizierte Kennzahl, die die Gesamtmenge an Treibhausgasemissionen (THG) in CO2-Äquivalenten (CO2e) angibt, die direkt und indirekt durch die Produktion, Verarbeitung, den Transport und die Lagerung eines landwirtschaftlichen Erzeugnisses oder einer Produktionsmethode entstehen. Die Berechnung erfolgt gemäß der Methodik des Product Environmental Footprint (PEF) der Europäischen Kommission und umfasst die Emissionen von Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Distickstoffmonoxid (Lachgas, N2O). In der pflanzlichen Produktion werden insbesondere Emissionen aus der Herstellung und Ausbringung von Stickstoffdüngern (N2O), der Bodenbearbeitung (CO2) sowie dem Energieverbrauch für Bewässerung und Trocknung erfasst. In der tierischen Erzeugung dominieren Methanemissionen aus der Verdauung (enterische Fermentation) und aus der Wirtschaftsdüngerbewirtschaftung. Die Angabe erfolgt in Kilogramm CO2e pro Kilogramm Produkt (kg CO2e/kg) oder pro Hektar Nutzfläche. Die Kennzahl dient der betrieblichen Optimierung von Produktionsprozessen und der Erfüllung von Berichtspflichten im Rahmen von Zertifizierungssystemen, unterliegt jedoch methodischen Unsicherheiten hinsichtlich der Systemgrenzen und der Datengrundlage.

