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Biodiversität

Die Biodiversität in der Landwirtschaft bezeichnet die Vielfalt aller lebenden Organismen (Pflanzen, Tiere, Mikroorganismen) sowie die genetische Vielfalt innerhalb dieser Arten und die Vielfalt der Ökosysteme, die landwirtschaftlich genutzt werden oder von landwirtschaftlichen Flächen beeinflusst werden. Sie umfasst die Gesamtheit der Wechselwirkungen zwischen Kulturarten, Nutztierrassen, Wildpflanzen, Bestäubern, Bodenorganismen und der umgebenden Agrarlandschaft.

In der landwirtschaftlichen Praxis des Jahres 2026 wird Biodiversität als standortspezifische Ressource betrachtet, die durch Fruchtfolgegestaltung, den Anbau von Zwischenfrüchten, die Anlage von Blühstreifen und den Erhalt von Landschaftselementen wie Hecken oder Feldrainen gefördert wird. Die rechtlichen Rahmenbedingungen in Österreich und Deutschland, insbesondere die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU mit ihren Konditionalitätsvorgaben und Öko-Regelungen, definieren Mindeststandards zur Erhaltung der Biodiversität. Die Bewertung erfolgt über Indikatoren wie die Artenzahl auf Ackerflächen oder die genetische Diversität von Saatgut. Die Biodiversität ist ein zentraler Produktionsfaktor, der die Stabilität agrarischer Ökosysteme und die langfristige Ertragsfähigkeit der Böden beeinflusst.