Beregnung

Die Beregnung ist ein Verfahren der künstlichen Bewässerung, bei dem Wasser mittels technischer Anlagen (z. B. Beregnungsmaschinen, Kreis- oder Linearberegner, Düsenwagen) oberirdisch auf die Kulturfläche ausgebracht wird. Ziel ist die bedarfsgerechte Ergänzung der natürlichen Niederschläge zur Sicherstellung des pflanzlichen Wasserbedarfs, insbesondere in Trockenperioden. Die Wasserausbringung erfolgt in Form von künstlichem Niederschlag, wobei die Tropfengröße und Verteilgenauigkeit durch Düsentyp und Betriebsdruck gesteuert werden. Die Beregnung unterliegt in Deutschland und Österreich strengen rechtlichen Vorgaben, insbesondere der Wasserentnahmeerlaubnis nach § 8 WHG (Wasserhaushaltsgesetz) bzw. den jeweiligen Landeswassergesetzen. Zudem ist die Beregnung im Kontext der Düngeverordnung (DüV) relevant, da eine unkontrollierte Beregnung die Nitratauswaschung fördern kann. Die Effizienz der Beregnung wird durch den Beregnungswirkungsgrad beschrieben, der das Verhältnis von nutzbar im Wurzelraum ankommendem Wasser zur ausgebrachten Wassermenge darstellt. Moderne Verfahren nutzen bodenfeuchtegesteuerte Sensoren und Wetterdaten zur Optimierung der Ausbringungsmenge und -zeitpunktes, um Wasserverluste durch Verdunstung und Oberflächenabfluss zu minimieren.