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Afrikanische Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine hochkontagiöse, virusbedingte Tierseuche, die durch das African swine fever virus (ASFV) aus der Familie der Asfarviridae verursacht wird. Die Erkrankung befällt ausschließlich Haus- und Wildschweine (Suidae) und verläuft in der akuten Form mit einer Letalität von nahezu 100 Prozent. Das Virus ist ein behülltes DNA-Virus, das in der Umwelt, insbesondere in Blut, Kot und Kadavern, über Monate stabil bleibt. Die Übertragung erfolgt direkt durch Kontakt mit infizierten Tieren, indirekt über kontaminierte Gegenstände, Futtermittel oder Fahrzeuge sowie durch Vektoren wie Zecken der Gattung Ornithodoros. Für den Menschen und andere Tierarten besteht keine Infektionsgefahr.

Die Bekämpfung der ASP unterliegt in der Europäischen Union der Verordnung (EU) 2016/429 (Tiergesundheitsrecht) sowie spezifischen Durchführungsverordnungen. Im Seuchenfall sind sofortige Maßnahmen wie die Einrichtung von Sperrzonen, Keulung betroffener Bestände und die Errichtung von Schutzzäunen zur Wildschweinbarriere vorgeschrieben. Für Betriebe gelten strenge Biosicherheitsmaßnahmen, darunter die Reinigung und Desinfektion von Ställen und Transportmitteln. Ein zugelassener Impfstoff steht im Jahr 2026 in der EU nicht zur Verfügung. Die Früherkennung mittels PCR-Testung und die konsequente Einhaltung der Hygieneketten sind die zentralen Instrumente zur Verhinderung einer Einschleppung in schweinehaltende Betriebe.