Schafe stürmen Penny-Supermarkt: Discounter übernimmt Patenschaft für Tiere

In einem ungewöhnlichen Vorfall haben rund 50 Schafe einen Penny-Supermarkt in Burgsinn (Bayern) gestürmt und dort für tierisches Chaos gesorgt — bevor sie nach etwa 20 Minuten wieder in die Freiheit entlassen wurden.

Am Montagmorgen war eine größere Schafherde unterwegs zu ihrer Winterweide, als sich eine Gruppe von etwa fünfzig Tieren vom Rest des Zuges löste und durch die automatische Eingangstür in den Penny-Markt spazierte. Dort machten sich die neugierigen Vierbeiner im Kassenbereich und zwischen den Regalen bemerkbar, während Kunden und Mitarbeitende fassungslos zusahen.

Kurioser Supermarkt-Besuch

Die Schafe blieben in dem Discounter rund 20 Minuten, bevor sie wieder nach draußen gelenkt werden konnten. Dabei hinterließen sie nicht nur eine Spur von verschobenen Waren und Hinterlassenschaften, sondern sorgten auch für erstaunte Reaktionen der Anwesenden.

Ein Mitarbeiter soll laut Zeugenaussagen laute Geräusche gemacht haben, um die Tiere aus dem Laden zu locken, nachdem routinemäßige Versuche, sie sanft hinauszuführen, nicht erfolgreich waren.

Keine Regressforderungen — Stattdessen Patenschaft

Statt Schadenersatzforderungen gegen den Schäfer zu stellen, reagierte Penny überraschend freundlich auf den Vorfall: Die Supermarktkette kündigte an, für ein Jahr die Patenschaft für die verirrte Schafsgruppe zu übernehmen. Dazu gehört nach Angaben des Unternehmens auch das Stellen von Futter für die Tiere.

„Wir würden gerne für ein Jahr die Patenschaft für die 50 schaf-sinnigen Ausreißer übernehmen“, erklärte ein Sprecher der Penny-Geschäftsleitung. Die Reinigung des Marktes und eventuelle Schäden würden nicht dem Schäfer in Rechnung gestellt.

Reaktionen aus der Region

Die rund 20 Kund:innen vor Ort nahmen den tierischen Zwischenfall offenbar gelassen und berichteten eher amüsiert als verärgert über das ungewöhnliche Ereignis. Nach kurzer Zeit schlossen die Tiere wieder zur übrigen Herde auf und setzten ihren Weg fort.

Hintergrund & Ursachenforschung

Nach ersten Einschätzungen gerieten die Tiere offenbar durch etwas auf dem Weg abgelenkt — möglicherweise durch Eicheln am Boden oder durch eine Person mit einer Tüte, die die Schafe fälschlicherweise für Futter hielten.

Wie genau sie den Weg in den Markt fanden und warum sie so lange dort blieben, konnte nicht eindeutig geklärt werden.

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