Böschungsmäher
Als Böschungsmäher werden Mähgeräte bezeichnet, die für die Pflege von Böschungen, Grabenrändern, Dämmen, Feldrainen und Straßenbegleitflächen ausgelegt sind. Verbreitet ist die Bauform des Auslegemähers. Dabei sitzt ein Mähkopf am Ende eines mehrgliedrigen, hydraulisch bewegten Auslegers. Meist handelt es sich um einen Schlegelmulcher, seltener um ein Kreisel- oder Fingerbalkenmähwerk. Der Ausleger wird am Heck, an der Front oder seitlich am Traktor beziehungsweise Geräteträger angebaut. Der Mähkopf wird überwiegend hydraulisch über eine von der Zapfwelle angetriebene Pumpe betrieben. Je nach Ausführung reichen die Ausleger von wenigen Metern bis zu etwa zehn Metern. Eine Schwimmstellung ermöglicht die Anpassung an Bodenunebenheiten. In steilem, schwer zugänglichem Gelände werden zudem ferngesteuerte Raupenmäher eingesetzt.
Beim Einsatz können Steine und Fremdkörper hochgeschleudert werden. Daher sind Schutzvorhänge und ausreichende Abstände zu Personen und Fahrzeugen vorgesehen. Für Fahrten auf öffentlichen Straßen gelten die Bestimmungen des Kraftfahrgesetzes (KFG) zu Abmessungen, Beleuchtung und Kennzeichnung. Mähzeitpunkte an Böschungen können naturschutzrechtlichen Vorgaben unterliegen, die je nach Bundesland verschieden sind. Bei Flächen in ÖPUL-Maßnahmen sind zudem die jeweiligen Förderauflagen einzuhalten.

