Grünraumbewirtschaftung
Grünraumbewirtschaftung bezeichnet die planmäßige Pflege, Nutzung und Erhaltung dauerhaft begrünter Flächen. Der Begriff umfasst einerseits landwirtschaftlich genutztes Grünland wie Wiesen, Weiden und Almen, andererseits außerlandwirtschaftliche Grünflächen. Dazu zählen etwa Straßen- und Wegränder, Böschungen, Uferbereiche, Lärmschutzwälle oder kommunale Parkanlagen. Zu den typischen Arbeiten gehören Mähen, Mulchen, Schnittgutabfuhr, Nachsaat und Gehölzschnitt sowie die Regulierung unerwünschter Pflanzenarten, beispielsweise invasiver Neophyten.
Häufigkeit und Zeitpunkt der Eingriffe richten sich nach Standort, Pflanzenbestand und Nutzungsziel. Auf Ertragsflächen steht die Futtergewinnung im Vordergrund. Auf extensiv genutzten Flächen sind es die Erhaltung artenreicher Pflanzengesellschaften, die Verkehrssicherheit oder der Erosionsschutz. Für die Düngung landwirtschaftlicher Flächen gelten in Österreich die Vorgaben der Nitrat-Aktionsprogramm-Verordnung (NAPV). Bei Teilnahme an Maßnahmen des ÖPUL können zusätzliche Auflagen bestehen, etwa zu Mähzeitpunkten. Naturschutzrechtliche Bestimmungen, beispielsweise für Schutzgebiete oder den Gehölzschnitt, sind je nach Bundesland verschieden. Landwirtschaftliche Betriebe führen Grünraumarbeiten teilweise auch als Dienstleistung für Gemeinden oder Straßenerhalter durch.

