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Esch-Technik – Verkaufsberater Agrar

Kombisampler

Als Kombisampler bezeichnet man in der Rinderhaltung ein System, das die Kennzeichnung eines Tieres mittels Ohrmarke mit der gleichzeitigen Entnahme einer Gewebeprobe verbindet. Beim Einziehen der Ohrmarke mit einer passenden Applikationszange wird ein kleines Gewebestück aus der Ohrmuschel ausgestanzt und unmittelbar in ein verschließbares Probenröhrchen überführt. Dieses trägt dieselbe Identifikationsnummer wie die Ohrmarke. Je nach Ausführung enthält das Röhrchen eine Pufferlösung oder ein Trocknungsmittel zur Stabilisierung des Probenmaterials.

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Die so gewonnenen Ohrstanzproben werden vor allem im Rahmen von Bekämpfungs- und Überwachungsprogrammen gegen die Bovine Virusdiarrhoe (BVD) labordiagnostisch untersucht, üblicherweise mittels Antigen-ELISA oder PCR. Darüber hinaus dient das Material der DNA-Analyse, etwa für die genomische Zuchtwertschätzung, die Abstammungskontrolle oder die Untersuchung auf Erbfehler. Da Kennzeichnung und Probenahme in einem Arbeitsgang erfolgen, ist die Probe dem Tier eindeutig zugeordnet. Die Anwendung setzt voraus, dass Ohrmarke, Probenbehälter und Zange aufeinander abgestimmt sind. Die rechtlichen Vorgaben zur Tierkennzeichnung und zu Untersuchungspflichten richten sich nach dem EU-Tiergesundheitsrecht sowie den jeweiligen nationalen Bestimmungen in Deutschland und Österreich.

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