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Milchleistungsprüfung

Die Milchleistungsprüfung (MLP) ist die standardisierte, regelmäßige Erfassung der Milchmenge und der Milchinhaltsstoffe einzelner Tiere, vorwiegend bei Milchkühen, daneben auch bei Milchschafen und Milchziegen. Rechtliche Grundlage sind die EU-Tierzuchtverordnung (EU) 2016/1012 sowie die nationalen tierzuchtrechtlichen Bestimmungen in Deutschland und Österreich. Die Durchführung erfolgt durch zugelassene Kontrollorganisationen nach den international abgestimmten Richtlinien des ICAR (International Committee for Animal Recording). Üblich sind etwa elf Prüftage pro Jahr, an denen Milchmengen gemessen und Einzelgemelksproben gezogen werden, entweder durch Probenehmer oder unter definierten Bedingungen durch den Betrieb selbst.

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Im Labor werden die Proben mittels Mittelinfrarotspektroskopie auf Fett-, Eiweiß-, Laktose- und Harnstoffgehalt untersucht, die somatische Zellzahl wird durchflusszytometrisch bestimmt. Je nach Angebot kommen weitere Parameter hinzu, etwa Ketonkörper als Hinweis auf Stoffwechselstörungen oder Trächtigkeitsmarker. Aus den Einzelergebnissen werden Laktations- und 305-Tage-Leistungen berechnet. Die Daten dienen als Grundlage für die genomische und konventionelle Zuchtwertschätzung sowie für das betriebliche Herdenmanagement in den Bereichen Fütterung, Eutergesundheit und Fruchtbarkeit.

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