Gemüsebauregion
Eine Gemüsebauregion ist ein räumlich abgegrenztes Gebiet, in dem der Anbau von Gemüse aufgrund standörtlicher, klimatischer, bodenkundlicher und infrastruktureller Faktoren konzentriert erfolgt. Kennzeichnend sind eine überdurchschnittliche Anbaudichte, spezialisierte Betriebsstrukturen sowie eine ausgeprägte Wertschöpfungskette von der Produktion über die Aufbereitung bis zur Vermarktung. Die Abgrenzung kann sich an naturräumlichen Gegebenheiten, an historisch gewachsenen Anbauzentren oder an administrativen Einheiten orientieren. Rechtlich bestehen keine einheitlichen Kriterien; die Bezeichnung wird in der Agrarstatistik, Raumplanung und Marktforschung verwendet.
In Deutschland und Österreich sind Gemüsebauregionen durch intensive Flächennutzung, Bewässerungsinfrastruktur und spezifische Fruchtfolgen geprägt. Sie unterliegen den Vorgaben des Dünge- und Pflanzenschutzrechts sowie – bei entsprechender Ausrichtung – den Regelungen des ökologischen Landbaus oder von Agrarumweltprogrammen. Die regionale Konzentration ermöglicht die Nutzung gemeinsamer Einrichtungen wie Kühlhäuser, Sortieranlagen und Vermarktungsorganisationen. Abzugrenzen ist der Begriff von einzelnen Anbaubetrieben ohne regionale Schwerpunktsetzung.

