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Nutztiermedizin

Nutztiermedizin bezeichnet den Teilbereich der Veterinärmedizin, der sich mit der Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit landwirtschaftlich genutzter Tiere befasst. Zu den Nutztieren zählen insbesondere Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Geflügel, Pferde sowie Aquakulturorganismen und Bienen. Gegenstand sind Prophylaxe, Diagnostik, Therapie und Bestandsbetreuung unter Berücksichtigung von Tierwohl, Lebensmittelqualität und öffentlicher Gesundheit. Rechtlich ist die Nutztiermedizin in Österreich durch das Tierarzneimittelgesetz, das Tierschutzgesetz und die Tiergesundheitsverordnung, in Deutschland durch das Tierarzneimittelgesetz, das Tiergesundheitsgesetz und die Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsverordnung geregelt. Hinzu treten Vorgaben der Europäischen Union, etwa zur Antibiotikaminimierung und Rückstandsüberwachung.

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Die Nutztiermedizin umfasst die Bestandsbetreuung durch Hoftierärzte, die Erstellung von Behandlungsplänen, die Dokumentation von Arzneimittelanwendungen sowie die Überwachung von Zoonosen und Tierseuchen. Sie steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Lebensmittelsicherheit, da Rückstände von Arzneimitteln und Zoonoseerreger in tierischen Erzeugnissen ausgeschlossen werden müssen. Abzugrenzen ist sie von der Heimtiermedizin, die nicht der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere betrifft.

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