Header monbile

Esch-Technik – Verkaufsberater Agrar

Niederwasser

Niederwasser bezeichnet in der Hydrologie und Landwirtschaft den niedrigsten Wasserstand eines Fließgewässers oder eines Grundwasserkörpers innerhalb eines definierten Beobachtungszeitraums. Der Begriff umfasst sowohl den saisonal wiederkehrenden Niedrigwasserstand in Trockenperioden als auch längerfristige Absinkphasen infolge unterdurchschnittlicher Niederschläge oder erhöhter Entnahme. Maßgeblich für die Einordnung sind Pegelaufzeichnungen und Abflusskenngrößen wie der MNQ (mittlerer Niedrigwasserabfluss) oder der NQ (niedrigster Abfluss). In der Landwirtschaft ist Niederwasser von Bedeutung für die Bewässerungsplanung, die Entwässerung von Grünland sowie für die Ertragsstabilität in Trockenlagen. Rechtlich relevant sind Niedrigwasserstände im Wasserrecht, etwa bei der Erteilung von Wasserbenutzungsrechten, sowie im Rahmen der Gewässerbewirtschaftungspläne nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie. In Österreich und Deutschland werden Niedrigwasserperioden durch die zuständigen Wasserwirtschaftsbehörden dokumentiert und in hydrologischen Jahrbüchern veröffentlicht.

Anzeige
Anzeige
Anzeige