Pegelmessstelle
Eine Pegelmessstelle ist eine ortsfeste Messeinrichtung zur kontinuierlichen Erfassung des Wasserstands eines Fließgewässers, eines Sees oder eines Grundwasserkörpers. Der Pegel bezeichnet den lotrechten Abstand der Wasseroberfläche zu einem fest definierten Bezugshorizont, dem Pegelnullpunkt. Dieser Nullpunkt liegt häufig unterhalb des mittleren Niedrigwasserstands, um auch extreme Niedrigwasserstände ohne negative Werte abbilden zu können. Die Messung erfolgt überwiegend automatisiert, etwa mittels Schwimmer-, Druck-, Radar- oder Ultraschallsensoren, und wird in festen Zeitintervallen, meist im 15-Minuten-Takt, aufgezeichnet.
Die erhobenen Daten dienen der Wasserstands- und Abflussermittlung, der Hochwasserfrühwarnung, der Bewirtschaftung von Speichern sowie der ökologischen Zustandsbewertung von Gewässern. In Deutschland und Österreich betreiben wasserwirtschaftliche Fachbehörden und Landesämter ein dichtes Netz solcher Messstellen. Die Werte werden überwiegend in Echtzeit an zentrale Datenportale übermittelt und sind dort öffentlich abrufbar. Rechtlich unterliegen Errichtung und Betrieb den jeweiligen wasserrechtlichen Vorschriften der Länder.

