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Düngegesetz

Das Düngegesetz ist ein Rechtsrahmen, der die Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln regelt. In Deutschland bildet das Düngegesetz (DüngG) in der Fassung von 2026 die Ermächtigungsgrundlage für die Düngeverordnung (DüV), welche konkrete Vorgaben zu Nährstoffobergrenzen, Sperrfristen, Gewässerabständen und Dokumentationspflichten festlegt. In Österreich regelt das Düngemittelgesetz (DMG) 2021 in Verbindung mit der Düngeverordnung 2023 die Inverkehrbringung und Anwendung von Düngemitteln; ergänzend gelten im Rahmen des ÖPUL programmespezifische Auflagen. Zielsetzung ist die Reduktion von Nährstoffeinträgen in Grund- und Oberflächenwasser, die Einhaltung der EU-Nitratrichtlinie sowie die Sicherung der Bodenfruchtbarkeit. Das Gesetz verpflichtet landwirtschaftliche Betriebe zur bedarfsgerechten Düngung, zur Erstellung von Nährstoffbilanzen und zur Einhaltung von Höchstmengen für Stickstoff und Phosphat. Verstöße können als Ordnungswidrigkeiten mit Bußgeldern geahndet werden. Die Rechtsmaterie wird durch Landesverordnungen und EU-Recht konkretisiert.

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