Kleegras
Kleegras bezeichnet in der Landwirtschaft eine Futterbaugemeinschaft aus Leguminosen der Gattung Trifolium (Klee) und Süßgräsern, überwiegend Arten wie Lolium perenne, Lolium multiflorum, Dactylis glomerata, Phleum pratense oder Festuca pratensis. Die Mischung wird als ein- bis mehrjährige Kultur auf Acker- und Grünlandstandorten etabliert und dient primär der Gewinnung von Grünfutter, Heu, Silage oder Weidefutter. Kennzeichnend ist die biologische Stickstofffixierung durch die Knöllchenbakterien der Kleearten, wodurch der Bestand atmosphärischen Stickstoff bindet und über Ernterückstände sowie Wurzelmasse für nachfolgende Kulturen bereitstellt. Das Grünland-Kleegras wird in der Regel zwei bis vier Jahre genutzt; der Kleeanteil liegt je nach Saatmischung, Standort und Nutzungsintensität zwischen etwa 20 und 60 Prozent der Trockenmasse. Rechtlich unterliegt der Anbau in Deutschland der Düngeverordnung (DüV) sowie in Österreich dem Aktionsprogramm Nitrat und gegebenenfalls ÖPUL-Maßnahmen, die Vorgaben zu Düngung, Schnittzeitpunkten und Begrünung festlegen. Kleegras wird zudem als Zwischenfrucht zur Erosionsminderung und Grundwasserentlastung eingesetzt.
