Schule am Bauernhof
Die „Schule am Bauernhof“ ist ein in Österreich und Deutschland etabliertes pädagogisch-landwirtschaftliches Angebot, bei dem landwirtschaftliche Betriebe Schülerinnen und Schülern aller Altersstufen im Rahmen von Exkursionen oder Projekttagen Einblicke in die landwirtschaftliche Produktion, Tierhaltung und Verarbeitung gewähren. Rechtlich handelt es sich um eine freiwillige, nicht subventionierte Zusatzleistung des Betriebes, die nicht der schulischen Pflichtlehre zuzuordnen ist. Die Durchführung unterliegt den allgemeinen Vorschriften des Gewerbe- und Lebensmittelrechts, insbesondere der Hygieneverordnung (EG) Nr. 852/2004, sowie den landesspezifischen Schulgesetzen, die einen Versicherungsschutz für teilnehmende Schüler über den Schulträger vorsehen.
Die inhaltliche Gestaltung orientiert sich an den curricularen Vorgaben der Fächer Biologie, Umweltkunde und Ernährung, wobei die Betriebe als außerschulische Lernorte fungieren. Eine Zertifizierung durch die jeweilige Landwirtschaftskammer ist keine gesetzliche Pflicht, jedoch Voraussetzung für die Aufnahme in offizielle Verzeichnisse. Die pädagogische Verantwortung liegt beim Lehrpersonal, während der Betrieb für die fachliche Korrektheit der präsentierten Inhalte und die Einhaltung der Arbeitsschutzbestimmungen (z. B. Maschinenführungsverbote für Minderjährige) haftet. Eine Vergütung erfolgt auf privatrechtlicher Basis zwischen Schule und Betrieb; öffentliche Fördermittel sind im Jahr 2026 nicht vorgesehen.

